R.I.P. Ken Hensley…

Wenn ich irgendwo Musik von Ken Hensley (und/oder Uriah Heep) hörte, dann musste ich immer an den 19. Juni 2002 denken. Es war der 8. Geburtstag meiner Tochter Jana, aber ich bekam von ihr die ausdrückliche Erlaubnis, eine musikalische Chance wahrzunehmen. Nämlich mit meiner Band Blue Moon im Vorprogramm von Ken Hensley aufzutreten.

So kamen wir also am Nachmittag in Gerolzhofen an und gingen gerade zum Bühneneingang in die Halle, als ein unfassbar bombastischer Sound uns fast wieder aus dem Tor wehte: Ken Hensley mit seiner Band beim Soundcheck, sie intonierten „Out of my control“. Und ich weiß noch ganz genau, wie Frank, Schaffie, Lydon und ich uns ansahen und uns das Herz so dermaßen in die Hose rutschte, dass wir kurz davor waren, einfach wieder umzudrehen und nach Hause zu fahren. Gegen diesen geilen Sound sollten wir ankommen?

Getraut haben wir uns dann doch. Und haben dann auch einen wunderbaren Menschen Ken Hensley kennengelernt, so komplett ohne Allüren, ganz uneitel stand er bei unserem Soundcheck plötzlich zähneputzend an der Bühne und lauschte und applaudierte. Sehr viel Publikum war an diesem Abend leider nicht anwesend, weil sein damaliger Tourmanager die Konzerte in Deutschland etwas vermasselte. Aber wer nicht da war, der hat ein unglaublich kraftvolles Konzert verpasst. Und jetzt verstärkt Ken die Band „da oben“ mit seinem unvergleichlichen Hammond-Sound.

Ruhe in Frieden, Ken…

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