Die Legende lebt – und zwar lebendiger denn je!

Vergangenen Samstag fand der nunmehr 5. Rückrundenspieltag der Fußball-Bundesliga statt. Und endete mit einem 4:1 Auswärtssieg meines 1. FC Nürnberg in Stuttgart – der nunmehr dritte Sieg des Ruhmreichen in Folge! Der wiederum mit 32 Punkten – ein Zähler mehr als in der kompletten vergangenen Saison – auf einem komfortablen 9. Tabellenplatz rangiert.

Und so langsam nimmt auch der außerfränkische Teil Fußballdeutschlands Notiz davon, dass in Nürnberg dieses Jahr mehr passiert als nur der Kampf um das Erreichen der Relegation. Gestern war Trainer Dieter Hecking zu Gast im Doppelpass bei Sport 1, dann noch ein Artikel bei Spiegel Online. Selbst Bundestrainer Joachim Löw soll sich zwischenzeitlich die Telefonnummern von Ilkay Gündogan und Julian Schieber besorgt haben…

Nun ist das mit Sicherheit kein Zufall, dass der Club in der Wahrnehmung quer durch die Republik deutlich zugenommen hat. Vielmehr wird nun auch von den überregionalen Medien respektiert, dass der ehemalige Skandalverein eine mehr als solide Arbeit verrichtet, trotz, oder auch gerade weil keine finanziellen Mittel im Überfluss vorhanden sind. Geld alleine, das zeigen die Beispiele Schalke, Wolfsburg und Stuttgart, schießt eben keine Tore und stellt eben nur Spieler auf den Platz – aber noch lange keine wirkliche Mannschaft! Und eben diese mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet den 1. FCN im Augenblick aus, man darf ja nicht vergessen, dass mit Albert Bunjaku, Maik Franz und Ilkay Gündogan bereits seit Wochen bzw. Monaten absolute Stammspieler ausfallen.

Doch hier trägt das konsequente Setzen auf die Nachwuchsarbeit nun Früchte. Im NLZ (Nachwuchsleistungszentrum) kümmern sich am Valznerweiher gestandene Fußballlehrer unter der Leitung von Ex-Profi Rainer Zietsch und der Club-Legende Dieter Nüssing um die Nachwuchsmannschaften. Spieler wie Philipp Wollscheid, Timothy Chandler, Markus Mendler oder Marvin Plattenhardt, die zum Teil sogar noch für die A-Jugend spielberechtigt sind, drängen in Richtung Bundesliga oder sind bereits auf dem Sprung zum Stammspieler. Und im Gegensatz zu einem in Fanfreundschaft verbundenen Verein, bei welchem der Coach seinen 17-jährigen Jungstar Draxler zum Abbrechen der Schule bewegen will, kümmert man sich in der Frankenmetropole auch um die schulische Ausbildung solcher Nachwuchsspieler. Bestes Beispiel ist hierfür ein Ilkay Gündogan, der in wenigen Monaten seine Abiturprüfungen abgeschlossen haben wird.

Jetzt wäre es nur noch an der Zeit, dass auch die Wirtschaft in der Metropolregion sich mal wieder des 1. FC Nürnberg entsinnt! Es kann nicht sein, dass fränkische Unternehmen lieber dem Branchenprimus FC Bayern ihre Sponsorengelder in den Rachen werfen, statt diese Gelder in Franken zu investieren! Viele Grüße nach Herzogenaurach, Frau Schaeffler… Unter Martin Bader und Dieter Hecking wächst etwas heran, das in wenigen Jahren saftige Früchte tragen könnte!

In diesem Sinne, die Legende lebt! Und hier untermalt mit den schönsten Szenen des Pokalsieges von 2007:

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